Gewichtige Anhaltspunkte zeigen sich selten im Büro. Sie fallen beim Hausbesuch auf, am Telefon, in einem Satz des Kindes. Dann zählt, dass die Fachkraft weiß, was jetzt zu tun ist, dass die Leitung davon erfährt und dass später nachvollziehbar ist, wer wann was eingeschätzt hat.
In FamLoop arbeitet die Einschätzung mit der Vorlage Ihres Trägers. Sie lässt sich am Handy ausfüllen, jedes Feld wird sofort gespeichert. Wer beginnt, löst eine Aufgabe für die Leitung und die benannten Kinderschutzfachkräfte aus, bei akuter Gefährdung oder roten Markierungen eine dringende. Markierungen werden gezählt und führen zu Hinweisen nach den Regeln Ihres Trägers; ein Ergebnis leitet FamLoop nicht ab. Abgeschlossen wird in der Regel von einer zweiten Person. Allein abschließen kann die Leitung nur, wenn keine akute Gefährdung angekreuzt ist und es nicht so viele rote Markierungen gibt, dass die Kinderschutzfachkraft beteiligt sein muss. Danach sind nur noch Nachträge möglich.
Wer die Einschätzung lesen darf
Die Leitung des Bereichs, die benannten Kinderschutzfachkräfte, die fallführende Fachkraft, die Verfasserin und die Beteiligten – sonst niemand; die Buchhaltung nicht, Familien- und Jugendamt-Portale nicht. Ans Jugendamt geht eine Einschätzung nur, wenn die Leitung sie weitergibt. Jeder Zugriff wird protokolliert (wer, wann, ob als PDF, ob weitergegeben).